Gezielt gegen Stromfresser vorgehen

Mit Ihrem Strommessgerät können Sie typische Verbrauchsfresser finden. Wenn Sie sich das Messen sparen wollen, können Sie sich einfach auf Geräte konzentrieren, die meist wegen ihrer speziellen Eigenschaften, ihres Alters oder ihrer Nutzung unter Generalverdacht stehen. Verfügt Ihr Haushalt über solche Geräte, sollten Sie sie, wenn möglich, gegen neue ersetzen oder so oft wie möglich ausschalten:

  • Warmwasserboiler, Durchlauferhitzer, Nachspeicheröfen, ineffiziente Umwälzpumpe für die Heizung
  • Kühlschrank, Kühl-Gefrierkombination, Spülmaschine oder Waschmaschine, die jeweils älter als 18 Jahre sind
  • Glühlampen, Deckenfluter
  • PC und Drucker im Dauerbetrieb, DSL-Box
  • Ladegeräte für Handy oder elektrische Zahnbürste

So gehen Sie gegen stille Stromfresser vor

Peter hat sich vor einem Jahr einen Traum erfüllt: Seine Espressomaschine hat ihn 269 Euro gekostet. Mit seinem Strommessgerät musste er jetzt jedoch feststellen, dass die Maschine auch dann noch Strom zieht, wenn alle Schalter aus sind. Über diesen Schein-Aus-Betrieb hat er sich ziemlich geärgert. Mit seinem Strommessgerät hat er aber noch einige andere solcher Geräte gefunden, das Aufladegerät seines Handys etwa oder auch den großen Deckenfluter im Wohnzimmer.

Was bedeutet Schein-Aus?
Anders als der Stand-By-Betrieb efüllt der Schein-Aus-Betrieb keinerlei Funktion – er belastet ausschließlich Ihre Stromrechnung. Der Stand-By-Betrieb hat den Zweck, dass ein Gerät, wie z.B. Fernseher, sofort in Betrieb genommen werden kann. Zudem lässt es sich mit einer Fernbedienung einschalten. Beim Schein-Aus-Betrieb leuchtet meist nicht einmal ein Lämpchen. Er lässt sich nur mit einem Strommessgerät nachweisen. Manche Geräte verraten sich jedoch durch ein leises Brummen, wie etwa Radio- und CD-Spieler, oder durch ein warmes Netzteil.

Maßnahmen gegen Schein-Aus und Stand-By
Einigen Stromfressern können Sie einfach den Saft nehmen, indem Sie das Stromkabel aus der Steckdose ziehen. Ein Ladegerät muss beispielsweise nicht eingesteckt bleiben, wenn es nicht lädt.

Andere Stromfresser müssen Sie intelligenter bekämpfen. Denn schließlich können Sie diese nicht ständig ein- und ausstecken – vor allem nicht, wenn es sich dabei um Ihren PC handelt, der sich vielleicht nur vom Stromnetz nehmen lässt, indem man umständlich unter den Tisch kriecht.

Steckdosenschalter
Für rund 4 Euro bekommen Sie im Baumarkt einen Steckdosenschalter. Mit ihm verbinden Sie Stromfresser und Steckdose. Das Gerät selbst lässt sich dann einfach an dem kleinen roten Schalter ein- und ausschalten – und zwar vollständig.

Steckdosenleiste
PC, Monitor und Drucker oder Ihre Hifi-Anlage können Sie jeweils über eine Steckdosenleiste ans Netz nehmen. Der Vorteil: Mit nur einem Schalter können Sie alle Geräte gleichzeitig an- und auch wieder komplett abschalten. Da Steckdosenleisten jedoch nicht gerade zu den Designer-Einrichtungsgegenständen gehören, sind sie meist hinter Schränken oder hinter dem Schreibtisch an der Wand verborgen. Um dennoch den Schalter einfach bedienen zu können, ohne umständlich unter den Schreibtisch zu kriechen, lohnt sich der Kauf der Steckdosenleiste für rund 20 Euro. Sie hat einen dezenten runden Fußschalter, der mit einem kleinen Kontrolllämpchen versehen ist.

50 Euro für den Stand-By-Betrieb der Dolby-Surround-Heimkinoanlage, 13 Euro für den Fernseher, weitere 35 Euro für Aktivboxsysteme im Jahr sind nicht die Welt. Doch überlegen Sie einmal, was Sie mit knapp 100 Euro lieber machen würden, als sie Ihrem Stromversorger zu geben?

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Stromvergleich

Gelesen: 476 · heute: 2 · zuletzt: 8. September 2010

Autor: admin
Datum: Mittwoch, 4. November 2009 19:38
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