Sind Ihre Heizkosten zu hoch?

Heizkosten prüfen
Die wichtigste Kontrolle über Ihren Verbrauch bietet Ihnen Ihre Heizkostenabrechnung. Ihre Heizkosten hängen von drei Faktoren ab:

  • Heizenergieverbrauch
  • Energiepreis
  • Heiznebenkosten

Hohe Heizkosten entstehen jedoch nicht allein durch hohen Energieverbrauch. Auch die Nebenkosten können durchaus der Preistreiber sein. Sie setzten sich zusammen aus:

  • Wartungskosten der Heizung
  • Schornsteinfegergebühren
  • Gebühren der Heizkostenverteilung

Die Heiznebenkosten älterer Gebäude dürfen nicht mehr als 20 Prozent der Heizkosten ausmachen, so der Deutsche Mieterbund. Vergleichen Sie daher. Wo sich Ihre Heizkosten einordnen lassen:

Heizkosten-Vergleichswerte in Euro/m2 und Jahr

Heizart optimal durschnittlich erhöht sehr hoch
Ölheizung bis 8,40 8,40 – 11,90 11,91 – 15,80 mehr als 15,80
Erdgas bis 8,70 8,70 – 13,00 13,01 – 17,80 mehr als 17,80
Fernwärme bis 8,80 8,80 – 12,00 12,01 – 16,00 mehr als 16,00

 

Daraus ergeben sich folgende Heizkosten für 100m2 pro Jahr (in Euro)

Heizart optimal durschnittlich erhöht sehr hoch
Ölheizung bis 840 840 – 1190 1191 – 1580 mehr als 1580
Erdgas bis 870 870 – 1300 1301 – 1780 mehr als 1780
Fernwärme bis 880 880 – 1200 1201 – 1600 mehr als 1600

Für Mieter: Kostenloses Heizgutachten

Liegen die Heizkosten Ihrer Wohnung über dem Durchschnitt, können Sie ein kostenloses Heizgutachten des Mieterbunds anfordern. Den Gutschein dafür erhalten Sie im Internet unter www.mieterbund.de: Auf der linken Seite “Downloads” anklicken, dann den “Heizspiegel_Flyer.pdf” herunterladen, ausfüllen und an den Mieterbund in Berlin schicken.

Das Gutachten können Sie Ihrem Vermieter vorlegen. Machen Sie ihm sachlich und in Ruhe klar, dass er dazu beitragen kann, sein Mietangebot attraktiv zu halten. Als Mieter sind Sie auf Ihren Vermieter angewiesen, denn selbst haben Sie ja nur Einfluss auf Ihren individuellen Verbrauch. So kann beispielsweise die Senkung der Raumtemperatur um ein Grad schon sechs Prozent der Heizenergiekosten sparen.

Wenn Sie Mängel ansprechen, kommt es meist auf das grundsätzliche Verhältnis an und natürlich auf die Form, die Sie wählen. Vor allem in Gegenden mit einem Überangebot an Wohnungen haben schon viele Hauseigentümer wie auch Wohnungsbaugesellschaften umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Denn wenn die Mieter weniger Heizkosten aufwenden müssen, können die Eigentümer sicher sein, dass sie jederzeit Wohnungen vermietet bekommen.

Für Ein- oder Zweifamilienhausbewohner:
Der Heizenergie-Check

Der Mieterbund Berlin bietet im Internet einen individuellen Heizenergie-Check, der nur für Ein- oder Zweifamilienhausbewohner, egal ob Mieter oder Eigentümer, sinnvoll ist. Unter der folgenden Internetadresse können Sie den Heizenergiecheck durchführen: http://www.heizcheck2.co2online.de
Als Mieter können Sie das Ergebnis Ihrem Vermieter vorlegen.

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Gelesen: 734 · heute: 2 · zuletzt: 8. September 2010

Autor: admin
Datum: Donnerstag, 11. Juni 2009 18:05
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