Stromverbrauch bei Haushaltsgeräten
Welche Geräte verbrauchen den meisten Strom, wo lohnen sich Neuanschaffungen, welche Neugeräte sind am sparsamsten?
Haben Sie gewusst, dass ein neuerer Gefrierschrank im Dauereinsatz weniger Strom verbraucht als ein großer Plasmafernseher, der jeden Tag drei Stunden auf Empfang ist? Und das ein Geschirrspüler sparsamer ist als eine Handwäsche? Wem das bekannt ist, der wird zuerst die Geräte erneuern, deren Anschaffung sich am ehesten rechnet.
Trocken
Größter Stromfresser im Haushalt ist der Trockner. Ein Gerät mit neuer Wärmepumpentechnik spart zwar gegenüber einem älteren Kondensationstrockner über 40 Prozent Strom, mit einem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 440 kWh im Jahr schluckt aber selbst der modernste Trockner mehr Strom als Waschmaschine und Geschirrspüler zusammen. Wer wirklich sparen will, trocknet seine Wäsche, so oft es geht, an der frischen Luft.
Waschen
Eine moderne Waschmaschine verbraucht im Durchschnitt 25 Prozent weniger Energie als ein 10 Jahre altes Modell, obwohl sich Waschleistung und Komfort verbessert haben. Da heute fast alle Modelle die Energieeffizienzklasse A erreichen, sollten auch Wasserverbrauch, Wasch- und Schleuderwirkung beim Kauf eine wichtige Rolle spielen.
Spülen
Geschirrspüler helfen nicht nur bei der Hausarbeit, sondern auch beim Sparen. Ein Standardgerät fasst zwölf Maßgedecke. Um diese von Hand abzuwaschen, braucht man etwa 50 Liter heißes Wasser. Eine neue Maschine kommt mit zwölf Litern aus.
Gefrieren
Hier lohnt der Vergleich der Effizienzklassen besonders, denn schon der Umstieg von einem alten Gefrierschrank der Klasse B auf ein Gerät der Klasse A+ spart ein Drittel Energie. Die jährlichen Kosten sinken in diesem Fall für einen 200-Liter-Gefrierschrank von etwa 67 Euro auf 44 Euro. Beim Neukauf spielt auch die Größe eine Rolle. Sind die Kinder aus dem Haus, reicht eine Kühl-Gefrier-Kombination. Optimal sind 100 Liter pro Person im Haushalt. Das Altgerät soll auf keinen Fall als Kühlreserve im Keller landen.
Kochen und BackenZwar sind Induktionskochfelder sparsamer, da sie die Wärme direkt im Topfboden und nicht mehr in einer Heizspirale unter der Glaskeramik erzeugen, doch selbst wer das Kochfeld oft nutzt, holt die hohen Anschaffungskosten (mindestens 1.200 Euro) kaum wieder rein. Ganz anders der Backofen. Hier verbraucht ein Gerät der Effizienzklasse A, das vier Stunden pro Woche genutzt wird, etwa 165 kWh Energie im Jahr. Das ist nur ein Drittel des Bedarfs eines zehn Jahre alten Backofens. Besonders sparsam sind Geräte mit Umluftfunktion, weil gleichzeitig auf mehreren Ebenen gebraten und gebacken werden kann.
Unterhaltung
Von den stromfessenden Plasma-Riesen einmal abgesehen: Im Durchschnitt verbrauchen Fernseher, Musikanlage und Computer zusammen weniger als ein Zehntel des Bedarfs deutscher Haushalte. Dass ein Plasma-TV mehr Strom als ein LCD-TV zieht, trifft nicht mehr in jedem Fall zu. Faustregel: Je größer die Bilddiagonale, desto höher der Verbrauch. Die Stand-by-Kosten der neuen Topgeräte sind zu vernachlässigen – unter zwei Euro im Jahr. Für die Musikanlage gilt: Je mehr Einzelkomponenten und Lautsprecher, desto größer die Leistungsaufnahme. Ein Subwoofer mit eigenem Verstärker kann die Aufnahme verdoppeln.
Computer
Ein Highend-Computer mit leistungsfähiger Grafikkarte für 3D-Spiele braucht mehr Strom als der Standard-PC für Textverarbeitung und Onlinebanking. Zusatzlautsprecher mit ordentlichen Tieftöner fallen stärker ins Gewicht als die Monitorgröße. Ein Standard-Computer braucht im Normalbetrieb etwa 100 Watt, ein Highend-PC sogar bis zu 300 Watt. Im Stand-by-Modus ziehen die Computer noch 12 Watt, das sind bei 19 Cent pro kWh etwa 20 Euro im Jahr. Da lohnt es sich schon, den Stecker zu ziehen. Ein Notebook ist sparsamer als ein PC mit Monitor. Es muss möglichst lange mit dem Strom seines Akkus auskommen. Schon deshalb werden hier mehr stromsparende Komponenten verbaut. Drucker verbringen auf dem Schreibtisch zu Hause die meiste Zeit in Wartestellung auf den nächsten Auftrag. Deshalb lohnt gerade bei älteren Modellen ein Blick auf den Verbrauch.
Stand-by
Manche Geräte kommen nicht ohne den Ruhemodus aus, zum Beispiel DVD-oder Festplattenrecorder oder Digitalempfänger mit elektronischem Programmführer (EPG).
Weiterführende Links
- … zum Stichwort: stromverbrauch
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- … zum Stichwort: stromverbrauch haushaltsgeräte
- Kauf von Haushaltsgeräten entscheidet über Stromkosten
- … zum Stichwort: stromverbrauch kühlschrank
- Energieeffizienz von Haushaltsgeräten




Mittwoch, 6. Oktober 2010 10:57
Mhmm ich ziehe mal ein kurzes Fazit, im Grunde lohnt es sich überall etwas zu ändern und dann spare ich Strom. Irgendwie macht das Sinn
. Naja irgendwo muss man nach so einem Stromanbieter Vergleich ja auch noch neue Sparpotentiale entdecken gell. Passt schon!
Montag, 15. November 2010 15:54
Danke für eure Tipps, mal sehen ob ich sie beachten kann, da unser Strompreis schon wieder gestiegen ist, muss ich jetzt wirklich was tun.
@ Umtriebige ja überall was tun hilft, gut bemerkt
Dienstag, 16. November 2010 12:16
Danke für die schöne Aufstellung. Damit dürften ja so ziemlich alle Geräte erfasst sein. Überall ein bisschen was tun und dazu noch einen Stromanbieter Preisvergleich und schon ist der Urlaub für nächstes Jahr zusammen gespart. Das ist doch perfekt.
Dienstag, 18. Januar 2011 17:53
Es gibt auch eine mathematische Formel Formel, mit der man den Stromverbrauch der eigenen Elektrogeräte am Tag oder im Jahr ganz leicht ausrechnen kann. So kann man auch mal feststellen, wie sich die Anzahl der kWh auf der Jahresabrechnung eigentlich zusammensetzt.
Freitag, 27. Mai 2011 15:41
Wirklich unglaublich was die ganzen Geräte an Strom fressen ! Vorallem wenn man mal bedenkt, dass die meisten Menschen sie nichtmal richtig ausmachen sondern immer auf Standby haben !!
Die ganze Welt der Elektronik ist schon eine Welt für sich